Café Lascaux
Heinz-Günter Weber's Medientheorie Blog
Thesen
Hier ein grober Abriss einiger Thesen zur Medientheorie:
- Es gibt neben der biologischen eine kulturelle (Ko-)Evolution.
- Beide bedingen und beeinflussen sich gegenseitig
- Kooperation ist ein evolutionärer Faktor wie Selektion.
- Kooperation funktioniert über Anschauung / Sprache / Kommunikation.
- Kommunikation findet auf Ebenen statt, die sich im Individuum schneiden.
- Kommunikationsebenen sind Ebenen sozialer Bindung.
- Identität bildet sich an den Schnittpunkten verschiedener Kommunikations- und Bindungsebenen.
- Intensität und Intimität der Kommunikation bestimmen die Wirkung auf Identität und Einstellungen.
- Kino, Fernsehen, Radio, Internet sind Medien unterschiedlicher Intensität und Intimität.
- Medial vermittelte Realität bildet in der Regel nur obere Kommunikations- und Einstellungsebenen explizit ab.
- Identität definiert sich in der Regel über Einstellungen, die im Bindungsumfeld kompatibel sind.
- Identität kann von katastrophalen Ereignissen oder von intensiv/intimen Erlebnissen, auch im Kino, auf ihre Tiefenkonsistenz geprüft werden.
- Nachhaltige Kooperation ist eine kulturelle Leistung; sie benötigt in der Regel freiwillige Bindungsintensitäten.
- In wie weit sie innerhalb von Gruppen unter den jeweiligen Existenzbedingungen kulturell zu leisten ist, kann für das Überleben der Gruppen entscheidend sein.
- Aktuelle Existenzbedingungen sind geprägt von Kapitalismus, Globalisierung, hohem Ressourcenverbrauch, einer “Kulturindustrie”, aber auch vom Entstehen dezentraler Netzwerke und Kommunikationsplattformen
- Über Filme – und allgemeiner das Erzählen und die Akzeptanz von Geschichten – kann studiert werden, wie sich menschliche Identität unter Anpassungsdruck neu ausrichtet