Café Lascaux – Medien / Politik / Philosophie

Ein Blog von Heinz-Günter Weber

Der Tod ist nur eine Unterbrechung der direkten Beziehungen zwischen meinen heutigen und zukünftigen Erfahrungen

„Mein Tod wird die direkten Beziehungen zwischen meinen heutigen und meinen zukünfigen Erfahrungen durchbrechen, aber andere Beziehungen wird er nicht durchbrechen. Das ist alles, was es mit der Tatsache‘ auf sich hat, dass niemand mehr lebt, der »ich« ist. Seit ich das so sehe, erscheint mir mein Tod weniger schlimm. Statt zu sagen: »Ich werde tot sein«, sollte ich sagen: »Es wird keine zukünftigen Erfahrungen geben, die auf bestimmte Weise in Beziehung zu diesen heutigen Erfahrungen stehen.

Diese Neubeschreibung macht diese Tatsache weniger deprimierend. Nehmen wir als Nächstes an, ich müsse mich irgendeiner Tortur unterziehen, Statt zu sagen: »Diese leidende Person werde ich sein«, sollte ich sagen: »Es wird Leiden geben, das zu diesen heutigen Erfahrungen in einer bestimmten Beziehung steht.« Wieder scheint mir das neu beschriebene Faktum weniger schlimm zu sein.“

Zitate aus Derek Parfit,  »Reasons and Persons«

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