Café Lascaux – Medien / Politik / Philosophie

Ein Blog von Heinz-Günter Weber

Schlagwort-Archiv: wissenschaft

Cosmopolitics I: The Science Wars, the Invention of Mechanics, Thermodynamics

Aus der Rezension zu Isabelle Stengers „Cosmopolitics I“:

„For Stengers, science is a constructive enterprise, a diverse, interdependent, and highly contingent system that does not simply discover preexisting truths but, through specific practices and processes, helps shape them. She addresses conceptual themes crucial for modern science, such as the formation of physical-mathematical intelligibility, from Galilean mechanics and the origin of dynamics to quantum theory, the question of biological reductionism, and the power relations at work in the social and behavioral sciences. Focusing on the polemical and creative aspects of such themes, she argues for an ecology of practices that takes into account how scientific knowledge evolves, the constraints and obligations such practices impose, and the impact they have on the sciences and beyond.“

Quelle:

Cosmopolitics I: The Science Wars, the Invention of Mechanics, Thermodynamics (PostHumanities): Amazon.de: Isabelle Stengers, Robert Bononno: Englische Bücher.

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Das Denken sei künstliche Abstraktion, Zerreißung des Lebenszusammenhangs. Der Lebenszusammenhang selbst ist die echte Realität. Über Alfred North Whitehead

In einer Kundenresention zu Alfred North Whitehead „Wissenschaft und moderne Welt“ – auf amazon.de:

„Der Autor, zuletzt Professor an der Harvard-Universität, war einer der bedeutendsten angelsächsischen Philosophen seiner Zeit. Er kam von der Mathematik und Naturwissenschaft zur Philosophie. Whitehead sieht sich als Realist. Die Welt ist ihm nicht nur subjektive Vorstellung, sondern besteht aus »real seienden Wesenheiten«, aus »real seienden Momenten«, die er sich in der Art der Leibnizischen Monaden denkt. Sie stehen nämlich auch in Verbindung mit der Gesamtheit des Seins überhaupt.

Es war nach Whitehead einer der größten Fehler des neuzeitlichen mathematisch-naturwissenschaftlichen Denkens, dass es die Dinge für sich allein nahm und in der Substanz etwas Getrenntes, nur für sich Seiendes erblickte. Die ganze moderne Kategorienlehre baue auf diesem Irrtum auf, wenn sie Subjekt, Objekt, Prädikat, Substanz, Partikuläres, Universales auseinanderreißt. In Wirklichkeit stehe alles miteinander in Verbindung. Und zwar »erfühlt« jede real seiende Wesenheit die anderen. Dies geschieht deswegen, weil alles sich gegenseitig durchdringt. Wie bei Leibniz sind nämlich die real seienden Wesenheiten dynamische Einheiten, die stets aufeinander wirken. So werden sie zum »Objekt des Fühlens«. Damit besteht alles Seiende aus lauter Organismen. Die Intensität ihres Lebens weise allerdings verschiedene Stufen auf. Erst auf höheren Stufen findet sich Bewusstsein in eigentlichem Sinn. Seine Vorformen sind aber überall da. Darum geschieht auch die Realitätserfassung nicht im Denken, sondern im Fühlen des lebendigen Organismus. Das Denken sei künstliche Abstraktion, Zerreißung des Lebenszusammenhangs. Der Lebenszusammenhang selbst ist die echte Realität.“ (Hervorhebung HGW)

Quelle:
Wissenschaft und moderne Welt (suhrkamp taschenbuch wissenschaft): Amazon.de: Alfred North Whitehead, Hans Günter Holl: Bücher.

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