Café Lascaux – Medien / Politik / Philosophie

Ein Blog von Heinz-Günter Weber

Monatsarchive: November 2010

Das Netz, das aus einem Netzwerk entstand

Der erste Webserver von Tim Berners Lee am CERN

Der erste Webserver von Tim Berners Lee am CERN

„Obwohl das CERN lange Jahre das World Wide Web im eigenen Hause eher stiefmütterlich behandelt hat, bezweifelt heute rückblickend niemand, dass das World Wide Web in der Form nur am CERN hätte entwickelt werden können. Wie so oft fanden sich an einem Ort mehr oder weniger zufällig einige Menschen zusammen, die zusammen Probleme erkannten, gemeinsam einen Traum lebten und so als Team nur gemeinsam eine Lösung entwickelt konnten.“ Quelle: NetPlanet, Geschichte des World Wide Web.

Brian Eno’s Buch

Brian Eno

Brian Eno 2006 bei einer Diskussion der Long Now Foundation mit Will Wright

Ich würde auch gern das Buch schreiben. Aber würde ich es gern lesen? Interview mit Brian Eno in der Süddeutschen Zeitung, 7.11.2010, seine Antwort auf die Frage, was er noch gerne so tun würde in der Zukunft:

Ich würde gern die interessanteste Frage beantworten, die sich jedem Künstler auf der Welt stellt: Wir machen Kunst, aber keiner von uns weiß, warum eigentlich. Außer, dass wir die Zeit füllen müssen. Weshalb interessieren uns aber Bilder, Melodien, das ganze Zeug? Warum bringt mich die eine Notenabfolge zum Weinen, die andere zum Lachen? Warum haben wir ästhetische Präferenzen? Hat das ästhetische Empfinden eine evolutionäre Funktion? Oder ist es nur ein biologisches Überbleibsel, das die Evolution vergessen hat auszurotten? Ich würde wirklich, wirklich gern das Buch schreiben, das die Antworten gibt.

via Im Interview: Brian Eno – Wir wurden absurd überbezahlt – Kultur – sueddeutsche.de.

Foto: Bungopolis, Wikipedia

Brian Eno ist übrigens der Musiker, der von Microsoft 1994 den Auftrag bekam, die Erkennungsmelodie für das neue Betriebssystem „Windows 95“ zu schreiben. Was er tat, und zwar auf seinem Apple Macintosh. (Quelle)

Edge – The New Humanists

The mandate of Edge Foundation is to promote inquiry into and discussion of intellectual, philosophical, artistic, and literary issues, as well as to work for the intellectual and social achievement of society.

Wohlklingende Namen… machen neugierig auf diese Website The Edge: Steward Brand, Brian Eno, Bruce Sterling, Howard Rheingold, Richard Dawkins u.v.a.

Teil der Website: „The Third Culture“. John Brockman, Herausgeber von „The Edge“, definiert „Third Culture“ so:

Throughout history, intellectual life has been marked by the fact that only a small number of people have done the serious thinking for everybody else. What we are witnessing is a passing of the torch from one group of thinkers, the traditional literary intellectuals, to a new group, the intellectuals of the emerging third culture.

Aus dem Feuilleton der Süddeutschen Zeitung, Autor: Andrian Kreye: Gott würfelt doch; Die Dritte Kultur verteidigt sich volksnah in New York (Artikel)

„Es gehe nicht darum, den Menschen auf seine biologischen und physikalischen Prinzipien zu reduzieren, schreibt John Brockman in „The New Humanists“. Kunst, Literatur, Geschichte und Politik müssten lediglich lernen, die Naturwissenschaften wieder in den intellektuellen Prozess einzugliedern. Nur dann könnten Natur- und Geisteswissenschaften gemeinsam an der Zukunft arbeiten.“

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